Warum Usabilty beim Design einer Website eine große Rolle spielen sollte

Usability – oder dem Nutzer das präsentieren, was er sucht und erwartet. Nehmen wir an, Sie haben eine neue Website erstellt oder erstellen lassen und die Besucherzahlen sind auch OK – Wenn Sie sich wundern, warum trotzdem keine Kontaktanfragen oder Aufträge rein kommen, kann das oft ganz triviale Gründe haben.

Oft neigt man zu einer gewissen Betriebsblindheit, wenn man sich lange Zeit mit einem Aufgabenbereich beschäftigt, so auch beim Betreiben einer Webseite oder eines großen Web Portals. Man kennt mittlerweile die ganzen Macken des verwendeten Systems und ganz selbstverständlich findet man sich zurecht in der Annahme, dass müsse ja jeder begreifen.

In der heutigen schnelllebigen Zeit, verwenden Nutzer manchmal nur wenige Sekunden, um eine Seite einzuschätzen und dann das Angebot zu nutzen oder den Besuch auf Ihrer Website abzubrechen. Wenn Sie hohe Klickzahlen bei gleichzeitig hoher Abbruchrate haben, könnte das an der mangelnden Usability Ihrer Internetseite liegen.
Hier erfahren Sie, wie Sie die Usabilty Ihrer Seite verbessern können

 

Was ist Usability?

Unter Usability versteht man laienhaft erklärt, dem Nutzer Ihres Web Angebots, das was er sucht oder suchen könnte oder als nächstes machen würde, möglichst leicht erreichbar und offensichtlich zu präsentieren. Vielleicht sind die Menüpunkte irreführend – Ein Teilaspekt der Usability ist auch, zu verstehen, wie der Nutzer sucht bzw. nach was für Begriffen er Ausschau hält. Fachbgriffe oder Kategorisierungen aus dem Alltag Ihres Unternehmens unterscheiden sich oft massiv von dem, was ein Nutzer Ihrer Seite wissen möchte, kaufen  oder beauftragen möchte.

Neben einer Nutzergerechten Menüführung, bedeutet Usability auch, die nötigen Elemente für Interaktionen mit dem Nutzer (betrachten wir ihn ruhig als potentiellen Kunden) intuitiv bedienbar an einer geeigneten Stelle im Sichtfeld des Nutzers zu platzieren. Muss für jede Kontaktaufnahme ein Formular mit 20 Pflichtangaben ausgefüllt werden oder reichen manchmal auch 2 bis 3 Felder? Usabilty bedeutet also auch, der gewünschten Interaktion mit dem User nicht unnötige Hürden in den Weg zu stellen.

Wege zu einer besseren Usabilty

Ein erster logischer Schritt zu einer besseren Usability, der jedem Entwickler oder zuständigen Projektmanager empfohlen sei, wäre eine neue Website, Landingpage oder Unterseite mal durch einen komplett unbeteiligten Durchschnitts-Internetbenutzer testen zu lassen. Allein das kann oft im Sinne der Usabilty manche Hindernisse aus dem Weg räumen. Nehmen Sie Aussagen wie “Das versteh ich nicht”, “das findet doch keiner”, “Ach so, da muss ich klicken” nicht krumm, sondern als Warnhinweis, dass unbedarfte Neukunden ein Internetangebot nicht verstehen könnten und es bei einem einmaligen, kurzen Besuch bleibt – ein Abbruch eben.

Um die Usabilty einer Website zu testen, kann man also branchenfremde Freunde, die Oma oder sonst wen um einen objektiven Test bitten. Man kann diese Strategie auch anwenden, um Prozesse auf einer Website laufend zu optimieren. Man kann das sogar automatisieren! Man kann testweise beliebigen Nutzern eines Internetangebots einzelne Seiten in verschiedenen Versionen ausliefern und über einen längeren Zeitraum statistisch relevante Informationen direkt aus dem laufenden Betrieb gewinnen. Bei welcher ausgelieferten Version ist die Bereitschaft zur Interaktion – also auch die Usability im Sinne des Webseiten Betreibers als auch Nutzers – am höchsten oder am niedrigsten? Worauf springen die Nutzer an?

Keine Scheu vor diesem “Prinzip Banane – beim Kunden reifen lassen” – Letzendlich lernen Sie daraus, wie Ihr Kunde tickt und was er erwartet und wie man mehr neue Kontaktaufnahmen, sogn. Leads generieren kann.
Ihr Weg zu besserer Usability?

Usabilty mit Hilfe automatiserter Tests verbessern

Gängige Tools wie etwa das kostenlosen Google Analytics, das Sie evtl. schon nutzen um die Klickzahlen zu monitoren – bieten die Möglichkeit, solche automatisierten Tests durchzuführen und eine statistische Auswertung des gesamten Testzeitraums herzuleiten. Man nennt dies: A/B-Testing. Vereinfacht erklärt: Ist die gewünschte Interaktion bei Version A oder B besser. Man kann hier natürlich deutlich mehr Varianten ausprobieren, aber im einfachsten Fall kann man schnell und unkompliziert bei einem festlegbaren Teil der ausgelieferten Seiten sehen, ob Veränderungen den gewünschten Effekt erzielen. Um dann anschließend umzustellen auf die verbesserte Version mit mehr Interaktionen und geringerer Absprungrate, oder aber die gefloppte Schnappsidee schnell wieder einzustampfen, bis man den richtigen Dreh gefunden hat.

Mit Hilfe von A/B-Testing kann die Usabilty beliebiger Seiten Elmente wie Buttons, Slider, Formulare oder Interaktionsmöglichkeiten in allen Varianten einfach über einen vertretbaren Zeitraum getestet werden, um Prozessumstellungen nicht nur aus dem Bauch heraus sondern untermauert durch Fakten voranzutreiben. Die Usabilty zentraler Elemente wie etwa der Menüpunkte, die Gliederung des Menüs, die Anordnung von Submenüs oder Breadcrumb Navigationen, Hintergrundfarben oder -Bilder, sogar komplett verschiedene Designs einer Website in Form von Themes und Templates kann man so durchtesten und schauen, worauf der User besser anspringt, heißt: Bei welcher Version die Usability besser ist.