Absprungrate reduzieren

Wie man mit Hilfe automatisierter Tests die Absprungrate reduzieren kann

Manchmal reicht auch der geschulte Blick und die jahrelange Erfahrung eines kompetenten Webdesigners aus, um festzustellen, warum eine gesamte Website oder bestimmte Unterseiten mit hohen Absprungraten zu kämpfen haben. Manchmal würde man aber gerne den Nutzer der eigenen Webseite direkt fragen, warum er nicht auf der Seite bleibt, also abspringt und ohne Kontaktaufnahme davonzieht. Für Unternehmen kann eine hohe Absprungrate katastrophale Auswirkungen auf die Geschäftsanbahnung über das Internet haben.

Wie man hohe Absprungraten erkennt

Zunächst einmal sollte jeder Betreiber einer Website, ob nun großer Konzern oder Kleinstunternehmen die tatsächlichen Nutzerzahlen seines Internetangebots im Blick haben. Dies kann jeder Webmaster mit kostenlosen Tools wie zum Beispiel Google Analytics oder den Webmaster Tool (Search Console) von Google prima selbst mit wenigen Klicks selber erreichen. Wenn das Fremdworte für Sie sind und Sie dabei Unterstützung brauchen, helfen wir Ihnen natürlich gerne

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In Google Analytics kann man z.B. unter dem Menüpunkt Verhalten -> Verhaltensfluss sehr detailiert nachschauen, wie die User die eigene Seite nutzen, wo sie einsteigen und wo und wann Sie die Website wieder verlassen, also abspringen, bzw. die Nutzung abbrechen.

Unter Verhalten -> Websitecontent -> Ausstiegssiten kann man sich auch direkt die Seiten anzeigen lassen, bei denen die meisten Nutzer aussteigen, nicht nur in absoluten Zahlen, sondern in prozentualer Absprungrate (% Ausstiege). Bei stark frequentierten Seiten mit hohen Absprungraten sollte man nach möglichkeit ansetzen, denn irgendetwas läuft hier schief – es sei denn es handelt sich um die letzte Seite eines Bestellprozesses oder z.B. um ein abgesendetes Kontaktformular, dann hat Ihre Website ihren Zweck erfüllt. Bei Durchgangsseiten mit hohen Seitenaufrufen und hohen Absprungraten, sollte man sich Gedanken machen, wie man den User dazu animieren kann, weiter auf der Seite zu bleiben und bestenfalls ein Kontaktformular oder eine Bestellung auszulösen.

Unter Aquisition -> Channels kann man sich die Absprungrate aufgeteilt nach den Kanälen, wie der Nutzer auf die Seite gelangt ist, anzeigen lassen. Ist Werbung (Paid Search) effektiv? Ist die Seite für irreführende Suchbegriffe platziert? Findet der Nutzer auf der aufgerufenen Unterseite, nicht das was er erwarten könnte? Oder liegt es an einem veralteten Webdesign oder mangelhafter Usabilty?

Wege zu einer geringeren Absprungrate

Handelt es sich nicht um Zielseiten wie Kontaktformular oder Warenkorb / Kasse sind hohe Absprungraten immer schlecht, denn sie zeugen von einer schlechten Ausrichtung auf die potenzielle Zielgruppe bzw. schlechte Benutzerfreundlichkeit. Man kann sich entsprechende Unterseite einmal im Detail und möglichst objektiv anschauen, vielleicht fällt einem die passende Lösung schon ein. Komfortabler ist da ein automatisertes Testen, etwa mittels A/B-Testing, was es erlaubt, nicht nur erprobte Usabilty Richtlinien in der Realität zu überprüfen, sondern auch mal neue Designideen oder Gestaltungselemente einem Teil oder allen Nutzern vorzusetzen und zu schauen, was passiert und ob man eine Verbesserung erreicht. Manchmal sind es schon einfache Aspekte, wie eine einfachere, übersichtliche Menüstruktur, ein Button oder Formular auf Augenhöhe des Users oder teil- bzw. vollautomatiserte Widgets / Elemente wie “Das könnte Sie auch interessieren” oder “Kunden, die dies gekauft haben, haben auch jenes gekauft”.

Mit Hilfe von A/B-Testing lassen sich für einen gewissen Zeitraum verschiedene Versionen ein und derselben Seite an den Nutzer ausliefern und man erhält eine Auswertung, ob sich die Absprungrate verbessert und welche der getesteten Versionen die mit der geringsten Absprungrate ist.

Sie würden das gerne mal ausprobieren? Nehmen Sie Kontakt auf, wir helfen Ihnen gerne und freuen uns auf Sie!
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